Atelierbesuch bei SYLVIA VORWAGNER

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supatrüfö: Hey Sylvia! Puh, da muss ich mich erst sammeln bei den vielen Eindrücken in deinem Atelier.  Was mich immer interessiert, ist, wie ein Künstler bzw. eine Künstlerin ans Werk herangeht – weißes Papier und los geht’s, oder Konzept?

Sylvia: Es gibt ein Konzept, es beginnt mit Gedanken zu einem Thema. Dieser kreative Prozess dauert meistens tagelang, bis man zu der konkreten Idee kommt, die dann umgesetzt wird. Inspiriert von der Natur entsteht sodann eine Serie, die sich immer weiterentwickelt. Ich arbeite immer in Serien.

supatrüfö: Wo findest du deine Inspiration?

Sylvia: Es ist nicht nur der Spaziergang im Wald, es sind Begegnungen mit Menschen, Situationen, aktuelle Themen, die mich dazu inspirieren, neue Werke entstehen zu lassen.   

supatrüfö: Ich sehe viel Tusche und Papier bei dir im Atelier. Was gefällt dir an diesen oder anderen Materialien bzw. mit welchem Material arbeitest du am liebsten?

Sylvia: Mir ist es wichtig, eine Handschrift durch meine Arbeiten zu ziehen und auch authentisch zu bleiben. Nachdem mir Natürlichkeit, Umweltschutz und Ästhetik sehr wichtig sind, arbeite ich am liebsten mit Holz aus dem Wald bzw. mit Papier, das entweder schon einmal verwendet wurde – alten Büchern – oder handgeschöpftem Papier. Ich liebe Tusche, weil sie am Papier eine eigene Dynamik entwickelt, die oft unberechenbar ist.

supatrüfö: Kommen auch Menschen in deinen Bildern vor?

Sylvia: Zum richtigen Thema passend kommen natürlich auch Menschen vor in meinen Bildern, manchmal auch nur rudimentär angedeutet. Oder es sind Textpassagen, die mit Menschen zu tun haben. In meinen Bildern gibt es immer kurze Texte oder Ausschnitte aus Gedichten, die den Betrachter zum Nachdenken anregen.

supatrüfö: Wenn du die supatrüfö malen würdest – welche Farbe würde sie bekommen?

Sylvia: Ich würde da spontan zu Gelb greifen.

supatrüfö: Spannend – das ist auch eine meiner Lieblingsfarben! 🙂

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